Das Patent mit einheitlicher Wirkung (Einheitspatent) kommt (wirklich) ....

Einheitspatente ermöglichen es, mit Stellung eines einzigen Antrags beim EPA Patentschutz in bis zu 25 EU-Mitgliedstaaten zu erhalten. Sie basieren auf vom EPA nach den Vorschriften des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) erteilten europäischen Patenten, sodass sich in der Phase vor der Erteilung (bspw. Recherche-, Prüfungs- und Erteilungsphase) nichts ändert. Nach der Erteilung des europäischen Patents kann der Patentinhaber einen Antrag auf einheitliche Wirkung beim EPA stellen, um einheitlichen Patentschutz in bis zu 25 EU-Mitgliedstaaten zu erhalten, von denen - Stand Februar 2022 - 17 Staaten das Abkommen bereits ratifiziert haben.
Das EPA wird ein neues Register für den einheitlichen Patentschutz einrichten. Jahresgebühren für Einheitspatente werden an das EPA entrichtet.

Das Einheitspatentgericht (EPG oder UPC) kommt (wirklich)...

Das EPG ist ein neues internationales Gericht, das errichtet wird, um in Fragen der Verletzung und der Rechtsgültigkeit von Einheitspatenten und klassischen europäischen Patenten nach dem Übereinkommen über ein Einheitliches Patentgericht (EPG-Übereinkommen).

Das Einheitliche Patentgericht (EPG) ist ein von 25 der teilnehmenden Mitgliedstaaten errichtetes internationales Gericht, das für Fragen der Verletzung und der Rechtsgültigkeit von Einheitspatenten und europäischen Patenten zuständig ist. Seine Entscheidungen gelten in allen Mitgliedstaaten, die das Übereinkommen über ein Einheitliches Patentgericht (EPG-Übereinkommen) ratifiziert haben.

Folgende 17 Staaten aus den 25 EU Staaten haben das Übereinkommen bereits ratifiziert und werden am Einheitspatentsystem teilnehmen: Österreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Portugal, Slowenien, Schweden.(Quelle: https://www.epo.org/law-practice/unitary/unitary-patent.html)